Ein entscheidender Aspekt der Entwicklung europäischer Erinnerungskulturen ist die Verständigung über gemeinsame Topoi, die unterschiedlich interpretiert, aber von ähnlicher Relevanz für das Selbstverständnis der einzelnen lokalen, regionalen und nationalen Kulturen sind. Die Geschichtswerkstatt Europa konzentriert sich dabei auf die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhundert. Ausgehend vom Auftrag der Stiftung EVZ wird dabei insbesondere ausgelotet, wie an die Folgen des Zweiten Weltkriegs europäisch erinnert werden kann. Um diese Gewalterfahrungen in einem breiteren historischen Kontext zu verstehen, werden auch weitere Aspekte autoritärer und totalitärer Gewalt im Zwanzigsten Jahrhundert untersucht.