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Die Rolle der Frauen in Jugoslawien vom Zweiten Weltkrieg bis zum Kalten Krieg. Von antifaschistischen Kämpferinnen zu unbekannten Heldinnen

  Der größte Teil der Geschichte(n) in Osteuropa wurde von Männern geschrieben, behauptet der ungarische Historiker Andrea Petö. Schon ein kurzer Blick in den historiographischen Kanon, aber auch in die nationalen Gedenkkulturen beweist, dass Petö Recht hat – zumindest in den Ländern, in denen wir leben: die ehemals jugoslawischen Staaten Serbien und Kroatien. Historiker sagen, dass in keinem anderen Land der Welt im Zweiten Weltkrieg die Frauen eine entscheidendere Rolle bei der Erringung des Sieges über einen Feind, der das Land besetzt hielt, gespielt hätten. Doch in welchem Maße haben weibliche Stimmen und die Erfahrungen der Frauen im Zweiten Weltkrieg einen Einfluss auf die Erinnerungskultur der Nachkriegszeit in Jugoslawien gehabt? Die Antwort lautet leider: einen zu geringen, um eine Rolle zu spielen. Die jugoslawische Nachkriegsgesellschaft hat die Bedeutung von Frauen, als wichtige Mitglieder der antifaschistischen Bewegung, heruntergekocht zu dem gemeinsamen Signum „Unbekannte Heldinnen.“ Unser Projekt wird die weibliche(n) Geschichte(n) im Zweiten Weltkrieg in den Blick nehmen und die vorherrschende Geschichtsschreibung neu bewerten.  

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