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In den Projekten der Geschichtswerkstatt Europa, die sich mit den Begriffen Opfer und Täter auseinandersetzen, geht es um die Schärfung des Blicks für den Handlungsspielraum einzelner Gruppen von Betroffenen und Akteuren, die in die Kernkonflikte des Zwanzigsten Jahrhunderts verwickelt waren. Ziel ist die Sensibilisierung für die gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse, in denen erst nach Ende der Kämpfe verhandelt wird, wer als Opfer und wer als Täter gilt, aber auch welche Gruppen verschwiegen werden.

Darüber hinaus gewinnen die oft als passive Beobachter wahrgenommenen Zeitzeugen in den Projekten selbst die Möglichkeit, rückblickend als Akteure aufzutreten, deren Entscheidungen auf der Mikroebene etwas bewirkt haben. Damit verbunden ist die Subjektwerdung von Opfern genauso wie die Entdämonisierung von Tätern, die jenseits ihrer Stigmatisierung als Inkarnation des Bösen als Akteure verstanden werden, die rationale Entscheidungen vollzogen.

[alias] => zwischen-opfern-und-taetern [image] => media/themen/Siemczyno Dorfbewohner unbekannt Foto BV.jpg [title_en] => Between victims and perpetrators [description_en] =>

The projects of Geschichtswerkstatt Europa which explore the concepts of the victim and the perpetrator examine the scope of action of individual groups of people affected by and involved in the major conflicts of the 20th century. The aim is to understand the post-conflict brokering process whereby societies determined who was the victim and who the perpetrator, and which groups to suppress.

The projects give contemporary witnesses, who are often perceived as passive observers, the opportunity to recast themselves retrospectively as active players whose decisions were effective on the micro level. This involves making the victims the subject and de-demonizing the perpetrators who, when no longer stigmatised as evil incarnate, can be seen as active players who made rational decisions.

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Im Zuge des Zwanzigsten Jahrhunderts wurde Zwangsarbeit als Handlungsoption zu einem Kennzeichen moderner, rationaler, wirtschaftlicher, staatlicher Logik. In autoritären und totalitären Staaten wie dem Dritten Reich und der Sowjetunion wurde Zwangsarbeit zu einem wirtschaftspolitischen Instrument wurde, das Millionen von Menschen das Leben kostete.

Wie wird diese Entwicklung in unterschiedlichen europäischen Gesellschaften heute thematisiert? Welche Bedeutung hat dabei die Entfernung der Einsatzorte zu den heutigen Wohnorten der Betroffenen und ihrer Nachfahren für die Erinnerung an das widerfahrene Unrecht? Die Geschichtswerkstatt Europa ist diesen Fragen in besonderer Weise verpflichtet, da die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ im Jahre 2000 gegründet wurde, um vor allem Zahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter zu leisten. Heute zählen das Engagement für die Opfer des Nationalsozialismus und die Auseinandersetzung mit der Geschichte zu den zentralen Handlungsfeldern der Stiftung.

[alias] => zwangsarbeit-europaeisch-erinnern [image] => media/themen/Perm36FA.jpg [title_en] => European remembrance of forced labour [description_en] =>

In the 20th century forced labour became the hallmark of modern, rational, economical state logic. In authoritarian and totalitarian states like the Third Reich and the Soviet Union forced labour became an instrument of economic policy which cost millions of people their lives.

How is this development treated in different European societies today? What relevance does the removal of these sites have to those who were involved and where they live now, as well as to their descendents and what significance does it have for the remembrance of the injustice that they suffered? Geschichtswerkstatt Europa is particularly engaged with these questions because the Foundation for Remembrance, Responsibility and the Future was set up in 2000 to make payments to former forced labour camp internees. Central to the Foundation’s work today is the commitment to the victims of Nazism and the exploration of this period.

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Die zunehmende Integration Europas hat bisher nicht zur Entstehung einer europäischen Erinnerung geführt. Zeitgleich zu ersten Versuchen wie dem Musée de l’Europe dennoch einen entsprechenden Kanon von Erzählungen zu etablieren, beobachten wir eine Renaissance nationalstaatlicher Deutungsversuche, die zunehmend von Regierungen ideologisch instrumentalisiert werden, um der Bevölkerung eine bestimmte Version der Vergangenheit zu vermitteln. Diese Strategien treffen immer wieder auf den Widerstand einzelner Gruppen.

Diese Akteure kritisieren einerseits grundsätzlich den Einfluss des Staates bei der Kreation von Erzählungen und setzen sich für ihre eigene Version des Vergangenen ein. Im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa werden diese Aushandlungsprozesse anhand von Diskussionen um Jubiläen, Museen und Denkmäler kritisch verfolgt und die Rolle zivilgesellschaftlicher und wissenschaftlicher Akteure reflektiert.

[alias] => monopol-staatlicher-geschichtspolitik [image] => media/themen/Minsk Museum FA.jpg [title_en] => Monopoly of state politics of history (Geschichtspolitik)? [description_en] =>

The increasing integration of Europe has not so far given rise to a unified European remembrance culture. Along with the first attempts to establish a canon of narratives, by for instance the Musée de l’Europe, there has been a resurgence of state-centred interpretations, which are increasingly used as ideological instruments by governments to project to the population a particular version of history. These strategies frequently encounter resistance from individual groups.

These groups criticise the influence of the state in the creation of narratives and advance their own version of history. Geschichtswerkstatt Europa examines this process of negotiation through discussion of commemorative days, museums, memorials and the role of civil society organisations and academics.

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Geschichte hat immer eine zeitliche und eine räumliche Dimension. Während die Chronologie zu einer Grundstruktur von erzählter Geschichte geworden ist, geriet die Analyse von räumlichen Strukturen über lange Zeit ins Hintertreffen. Inspiriert von den Ideen Karl Schlögels bietet die Geschichtswerkstatt Europa einen Rahmen, um Europa als Raum neu zu vermessen und ihn gedanklich neu zusammenzufügen. Dafür sind die Exkursion und die Besichtigung der Orte selbst zu einem prägenden Element vieler Projekte geworden.

Ein wichtiges Konzept, in dem Erinnerung als Identität stiftender Prozess mit einer räumlichen Dimension verknüpft wurde, ist in den lieux de mémoire bzw. Erinnerungsorten auszumachen, die nach Pierre Nora von Hagen Schulze, Etienne François und anderen weiter entwickelt wurden. In den Projekten der Geschichtswerkstatt Europa werden europäische Kulturlandschaften nach jenen Kristallisationspunkten untersucht, die generationenübergreifend eine starkes Potenzial zur Schaffung kollektiver Identität aufweisen.

[alias] => analyse-von-erinnerungsraeumen [image] => media/methoden/Kuestrin Obelisk Aufnahme BV.JPG [title_en] => Analysis of sites of remembrance [description_en] =>

History always has both a temporal and a spatial dimension. As chronology has become the fundamental structure of narrated history, the analysis of spatial structures has long been neglected. Inspired by the ideas of Karl Schlögel, Geschichtswerkstatt Europa provides the opportunity to reconsider Europe as a space and to reconstruct it intellectually. Excursions and site visits are therefore a vital element of many projects.

The terms lieux de mémoire or sites of memory/remembrace (Erinnerungsorten) developed by Hagen Schulze, Etienne François and others after Pierre Nora, conceptualise memory/remembrance as an identity-forming process with a spatial dimension. The projects of Geschichtswerkstatt Europa look for these ‚points of crystallisation’ in European cultural landscapes which offer the greatest potential for collective identity creation across the generations.

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Als Institutionen von erhöhtem öffentlichen Interesse erheben Museen den Anspruch, eine Sicht auf historische Ereignisse und Entwicklungen zu vermitteln, die im gesellschaftlichen Dialog einen konsensfähigen Deutungsvorschlag darstellt. Indes sind auch Museen, die auf unterschiedlichsten – nationalen, regionalen, lokalen – Ebenen angesiedelt sind und sowohl von öffentlichen wie auch nichtöffentlichen Akteuren getragen werden, nicht frei von partikulären Sichtweisen.

Um historische Ausstellungen analysieren zu können, erschließen sich die Teilnehmer von Projekten der Geschichtswerkstatt Europa neben theoretischen Grundkenntnissen zur Praxis der Erarbeitung und Präsentation von historischen Sachverhalten ein grundlegendes und zur Kritikfähigkeit ermunterndes Wissen um die behandelte Vergangenheit und ihrer teils widersprüchlichen Erinnerung.

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As institutions of considerable public interest, museums claim to offer an insight into historical events and developments based on an interpration which can bring consensus to the social dialogue.  However, museums are not free from particular viewpoints. They exist in a zone of contention between national narratives, audience expectations and the intentions of their sponsors.

In order to analyse historical exhibitions, participants in Geschichtswerkstatt Europa projects draw on their theoretical understanding of the practice of developing and presenting historical material, as well as their fundamental and critical knowledge of the historical subject and the conflicting ways in which it is remembered.

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Im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa werden europäische Erinnerungskulturen untersucht. Oft handelt es sich dabei um so genannte Geschichte Zweiten Grades, die bereits in aufbereiteter Form analysiert wird. Dennoch ist auch diese Rezeptionsgeschichte bereits ein Vorgang, der sich in diesen Zeugnissen niederschlägt. Deshalb wird in den Projekten der Geschichtswerkstatt Europa ihr Entstehungskontext beachtet und das Handwerkszeug der Quellenkritik angewandt.

So ist es möglich, so genannte Sekundärquellen als Primärquellen zu lesen und zu analysieren, welche Aussagen sie über die Verarbeitung und Vermittlung von Wissen zulassen. Der kritische Umgang mit sowie die sorgfältige Analyse von Dokumenten lässt sich auch auf andere Quellengattungen wie das Internet, Plakate, Inschriften übertragen.

[alias] => quellen-kritisch-lesen [image] => media/methoden/Trabantseminar Studium FA.jpg [title_en] => Reading sources critically [description_en] =>

Geschichtswerkstatt Europa examines European remembrance cultures. This often involves so-called secondary history, which is analysed in its pre-processed form.  However, reception history is an approach which is already reflected in these testimonies. Therefore, project teams scrutinise the context in which testimonies were created and apply the skills of reading sources critically.

It is therefore possible to read secondary sources as primary sources and to analyse what they reveal about the manipulation and mediation of knowledge. This critical engagement with documents alongside their close analysis can be transferred to other sources such as the internet, posters and inscr

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Ein zentrales Kennzeichen der Geschichtswerkstatt Europa ist, dass in den Projekten Träger unterschiedlicher Kulturen gemeinsam ein inhaltliches Thema behandeln. Dadurch findet das Projekt von Anfang an in Form eines Dialogs bzw. Trialogs statt, der auch die Grenzen gemeinsamer Diskussionen aufzeigt. Erst im Zuge der Projektarbeit werden inhaltliche Differenzen deutlich, aber auch die kulturelle Prägung, die bedingt, wie und warum die Teilnehmer eigentlich ihr Projekt durchführen.

Oft löst in den interdisziplinären Projekten gerade die Einsicht in unterschiedliche kulturelle und wissenschaftliche Sozialisationen Krisen aus. Diese werden in der Geschichtswerkstatt Europa nicht vermieden, sondern als Kernbestandteil der Projektarbeit thematisiert. Die Chance einer Bewältigung dieser Krisen besteht darin, die Bedeutung von eigenen nationalen Prägungen gegenseitig zu hinterfragen und diese zu relativieren, indem durch die Konfrontation der eigenen Wissenskultur mit anderen Grundannahmen scheinbare Gewissheiten ins Wanken geraten.

[alias] => transkulturelle-reflexion [image] => media/methoden/TadO2008 Schloegel u Garai Gespraech GB.JPG [title_en] => Transcultural reflection [description_en] =>

It is fundamental to Geschichtswerkstatt Europa that the projects bring together participants from different cultures to work on one theme. From the outset the projects therefore involve dialogue, which reveals the limitations of collective discussions. It is only in the course of the project work that differences become apparent, as well as cultural conditioning, dependent on how and why the participants carry out their project.

Interdisciplinary projects often trigger different cultural and academic crises of socialisation. These are not ignored by Geschichtswerkstatt Europa, but are instead thematised as an important part of the project work. These crises can be overcome by questioning and qualifying the significance of ones own cultural conditioning, while challenging the certainties of ones own knowledge by confronting it with other fundamental assumptions.

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Im Förderzeitraum 2009 war die Geschichtswerkstatt Europa dem Schwerpunkt "Schichten der Erinnerung" gewidmet. 28 internationale Teams analysierten, wie heute in Europa an mehrfache Gewalterfahrungen erinnert wird. Sie analysierten in ihren Projekten, wie sich in Dörfern, Städten und Regionen Erinnerungen an Gewalt, Widerstand, Opposition, Zivilcourage und Solidarität im 20. Jahrhundert überlagern.

Weitere Fragen lauteten: Wie kristallisieren sich diese Erinnerungen in Museen, Denkmälern und an anderen Orten? Wie werden Erinnerungsmuster von Generation zu Generation in unterschiedlichen Kulturen geprägt? Wie verändert sich die Vermittlung von Vergangenheit nach dem Ableben der Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs?

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In 2009 Geschichtswerkstatt Europa was focussing on ´layers of remembrance´, 28 international teams were analysing the ways in which Europe today remembers its many conflicts. The projects investigated how memories of violence, resistance, opposition, civilian courage and solidarity in the 20th century are layered and overlapped in villages, towns and regions.

Further questions posed were: how are these memories embodied in museums, memorials and other sites? How are patterns of memory shaped and passed down from generation to generation in different cultures? As there are fewer surviving contemporary witnesses of the Second World War, how is the articulation of the past changing?

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Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Konzentrationslager und die Zentralen Arbeitslager in Polen am Beispiel von Potulice

In unserem Projekt möchten wir uns mit den zentralen NS-Arbeitslagern (1944-1950er Jahre) im heutigen Polen, v.a. Potulice, einem ehemaligen Außenlager des KZ Stutthof,  und deren anschließenden polnischen staatlichen Weiternutzung zur Inhaftierung „Volksdeutscher“, Kriegsgefangener und Gegner des sozialistischen Systems beschäftigen. Die Bedeutung der Zentralen Arbeitslager und der dort von Polen an Deutschen und polnischen Oppositionellen verübten Verbrechen wurden oft marginalisiert und die Täter nicht genannt. Nicht selten wurde dabei auch der historisch wie moralisch mehr als fragwürdige Versuch unternommen, das von den Nationalsozialisten verübte Unrecht gegen das von der neuen polnischen Lagerleitung verübte Unrecht aufzurechnen. Die Weiterführung der Lager wird in der populären Diskussion als direkte Folge der deutschen Terrorherrschaft gesehen. Die Verantwortung für die neuerlichen Verbrechen wird mit dem Hinweis auf die frühere „Opferrolle“ der postnationalsozialistischen Täter abgelehnt. In Deutschland wird dagegen die „Opferrolle“ der teils zu Unrecht inhaftierten Deutschen entsprechend stärker betont, so dass es hier in der populären Diskussion mitunter zu einer in Gegenrichtung verzerrten Sichtweise der Lager kommt.

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Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Konzentrationslager und die Zentralen Arbeitslager in Polen am Beispiel von Potulice

In unserem Projekt möchten wir uns mit den zentralen NS-Arbeitslagern (1944-1950er Jahre) im heutigen Polen, v.a. Potulice, einem ehemaligen Außenlager des KZ Stutthof,  und deren anschließenden polnischen staatlichen Weiternutzung zur Inhaftierung „Volksdeutscher“, Kriegsgefangener und Gegner des sozialistischen Systems beschäftigen. Die Bedeutung der Zentralen Arbeitslager und der dort von Polen an Deutschen und polnischen Oppositionellen verübten Verbrechen wurden oft marginalisiert und die Täter nicht genannt. Nicht selten wurde dabei auch der historisch wie moralisch mehr als fragwürdige Versuch unternommen, das von den Nationalsozialisten verübte Unrecht gegen das von der neuen polnischen Lagerleitung verübte Unrecht aufzurechnen. Die Weiterführung der Lager wird in der populären Diskussion als direkte Folge der deutschen Terrorherrschaft gesehen. Die Verantwortung für die neuerlichen Verbrechen wird mit dem Hinweis auf die frühere „Opferrolle“ der postnationalsozialistischen Täter abgelehnt. In Deutschland wird dagegen die „Opferrolle“ der teils zu Unrecht inhaftierten Deutschen entsprechend stärker betont, so dass es hier in der populären Diskussion mitunter zu einer in Gegenrichtung verzerrten Sichtweise der Lager kommt.

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Remembrance of Nazi concentration camps and central work camps in Poland through the example of Potulice

This project will study the central Nazi work camps (1944-50) in contemporary Poland, particularly Potulice, a former field warehouse of the Stutthof concentration camp, and how they were later used by the Polish state for imprisoning „ethnic Germans“, prisoners of war and opponents of the socialist system. The significance of the central work camps and the crimes committed there by Poles against Germans and the Polish opposition is often marginalised and the perpetrators and unnamed. Sometimes the historically and morally questionable attempt is made to offset the crimes committed by the Nazis against those committed by the subsequent Polish camp leaders. The continued use of the camp is seem in popular discourse as a direct consequence of the German reign of terror. Responsibility for the more recent crimes is evaded by claiming that the postwar perpetrators had been victims under the Nazis. In Germany the victim status of the imprisoned Germans is emphasised, giving rise to a distorted view of the camp in popular discourse.

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Remembrance of Nazi concentration camps and central work camps in Poland through the example of Potulice

This project will study the central Nazi work camps (1944-50) in contemporary Poland, particularly Potulice, a former field warehouse of the Stutthof concentration camp, and how they were later used by the Polish state for imprisoning „ethnic Germans“, prisoners of war and opponents of the socialist system. The significance of the central work camps and the crimes committed there by Poles against Germans and the Polish opposition is often marginalised and the perpetrators and unnamed. Sometimes the historically and morally questionable attempt is made to offset the crimes committed by the Nazis against those committed by the subsequent Polish camp leaders. The continued use of the camp is seem in popular discourse as a direct consequence of the German reign of terror. Responsibility for the more recent crimes is evaded by claiming that the postwar perpetrators had been victims under the Nazis. In Germany the victim status of the imprisoned Germans is emphasised, giving rise to a distorted view of the camp in popular discourse.

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One place, different memories

Remembrance of Nazi concentration camps and central work camps in Poland through the example of Potulice

This project will study the central Nazi work camps (1944-50) in contemporary Poland, particularly Potulice, a former field warehouse of the Stutthof concentration camp, and how they were later used by the Polish state for imprisoning „ethnic Germans“, prisoners of war and opponents of the socialist system. The significance of the central work camps and the crimes committed there by Poles against Germans and the Polish opposition is often marginalised and the perpetrators and unnamed. Sometimes the historically and morally questionable attempt is made to offset the crimes committed by the Nazis against those committed by the subsequent Polish camp leaders. The continued use of the camp is seem in popular discourse as a direct consequence of the German reign of terror. Responsibility for the more recent crimes is evaded by claiming that the postwar perpetrators had been victims under the Nazis. In Germany the victim status of the imprisoned Germans is emphasised, giving rise to a distorted view of the camp in popular discourse.

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