Die Karte Europas lässt sich als vielschichtige Überlagerung von Erinnerungslandschaften lesen. Diese physischen und mentalen Räume repräsentieren dabei Narrative, die den Zweiten Weltkrieg in besonderer Art und Weise in nationale, regionale und lokale Geschichten einbetten. Jede europäische Gesellschaft, die von der Zerstörung betroffen bzw. an dieser beteiligt war, entwickelte einen anderen Umgang mit ihrer Vergangenheit um.
Noch heute prägen die daraus resultierenden Unterschiede das Selbstbild, aber auch die Fremdbilder europäischer Nationen. Im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa wird in kleinen internationalen Projekten und anhand konkreter Fälle analysiert wie sich die daraus gewonnenen Identitäten in Erinnerungsorten kristallisieren und warum sie noch immer Konflikt-, aber auch Versöhnungspotenzial bergen.
[alias] => denkmaeler-des-zweiten-weltkriegs [image] => media/themen/Schwetig Denkmal BV.JPG [title_en] => Second World War Memorials [description_en] =>The map of Europe can be seen in terms of multi-layered, overlapping remembrance landscapes. These physical and mental spaces represent narratives which anchor the Second World War in national, regional and local histories. Every European society that was affected by or involved in the devastation of the war developed a different relationship with their past.
Even today these differences still shape European nations’ sense of identity and perception of other nations. Through small international projects and case studies, the Geschichtswerkstatt Europa explores how these identities are manifest at sites of remembrance and why they continue to be the focus for both conflict and reconciliation.
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Diese Akteure kritisieren einerseits grundsätzlich den Einfluss des Staates bei der Kreation von Erzählungen und setzen sich für ihre eigene Version des Vergangenen ein. Im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa werden diese Aushandlungsprozesse anhand von Diskussionen um Jubiläen, Museen und Denkmäler kritisch verfolgt und die Rolle zivilgesellschaftlicher und wissenschaftlicher Akteure reflektiert.
[alias] => monopol-staatlicher-geschichtspolitik [image] => media/themen/Minsk Museum FA.jpg [title_en] => Monopoly of state politics of history (Geschichtspolitik)? [description_en] =>The increasing integration of Europe has not so far given rise to a unified European remembrance culture. Along with the first attempts to establish a canon of narratives, by for instance the Musée de l’Europe, there has been a resurgence of state-centred interpretations, which are increasingly used as ideological instruments by governments to project to the population a particular version of history. These strategies frequently encounter resistance from individual groups.
These groups criticise the influence of the state in the creation of narratives and advance their own version of history. Geschichtswerkstatt Europa examines this process of negotiation through discussion of commemorative days, museums, memorials and the role of civil society organisations and academics.
[parentJumpTo] => 0 [parentLink] => View the item details [parentUrl] => expired-project-details/items/brest.html ) ) ) [methods] => Array ( [label] => Methoden, die dem Projekt zugeordnet sind [type] => tags [raw] => 1,5,6,7,9 [value] => Analyse von Erinnerungsräumen, Museumsanalyse, Quellen kritisch lesen, Europäischer Vergleich, Transkulturelle Reflexion [ref] => Array ( [1] => Array ( [id] => 1 [pid] => 4 [sorting] => 128 [tstamp] => 1248196729 [title_de] => Analyse von Erinnerungsräumen [description_de] =>Geschichte hat immer eine zeitliche und eine räumliche Dimension. Während die Chronologie zu einer Grundstruktur von erzählter Geschichte geworden ist, geriet die Analyse von räumlichen Strukturen über lange Zeit ins Hintertreffen. Inspiriert von den Ideen Karl Schlögels bietet die Geschichtswerkstatt Europa einen Rahmen, um Europa als Raum neu zu vermessen und ihn gedanklich neu zusammenzufügen. Dafür sind die Exkursion und die Besichtigung der Orte selbst zu einem prägenden Element vieler Projekte geworden.
Ein wichtiges Konzept, in dem Erinnerung als Identität stiftender Prozess mit einer räumlichen Dimension verknüpft wurde, ist in den lieux de mémoire bzw. Erinnerungsorten auszumachen, die nach Pierre Nora von Hagen Schulze, Etienne François und anderen weiter entwickelt wurden. In den Projekten der Geschichtswerkstatt Europa werden europäische Kulturlandschaften nach jenen Kristallisationspunkten untersucht, die generationenübergreifend eine starkes Potenzial zur Schaffung kollektiver Identität aufweisen.
[alias] => analyse-von-erinnerungsraeumen [image] => media/methoden/Kuestrin Obelisk Aufnahme BV.JPG [title_en] => Analysis of sites of remembrance [description_en] =>History always has both a temporal and a spatial dimension. As chronology has become the fundamental structure of narrated history, the analysis of spatial structures has long been neglected. Inspired by the ideas of Karl Schlögel, Geschichtswerkstatt Europa provides the opportunity to reconsider Europe as a space and to reconstruct it intellectually. Excursions and site visits are therefore a vital element of many projects.
The terms lieux de mémoire or sites of memory/remembrace (Erinnerungsorten) developed by Hagen Schulze, Etienne François and others after Pierre Nora, conceptualise memory/remembrance as an identity-forming process with a spatial dimension. The projects of Geschichtswerkstatt Europa look for these ‚points of crystallisation’ in European cultural landscapes which offer the greatest potential for collective identity creation across the generations.
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Um historische Ausstellungen analysieren zu können, erschließen sich die Teilnehmer von Projekten der Geschichtswerkstatt Europa neben theoretischen Grundkenntnissen zur Praxis der Erarbeitung und Präsentation von historischen Sachverhalten ein grundlegendes und zur Kritikfähigkeit ermunterndes Wissen um die behandelte Vergangenheit und ihrer teils widersprüchlichen Erinnerung.
[alias] => museumsanalyse.5 [image] => media/methoden/Denkmal Juden berlin Seminar GB.jpg [title_en] => Analysis of museums [description_en] =>As institutions of considerable public interest, museums claim to offer an insight into historical events and developments based on an interpration which can bring consensus to the social dialogue. However, museums are not free from particular viewpoints. They exist in a zone of contention between national narratives, audience expectations and the intentions of their sponsors.
In order to analyse historical exhibitions, participants in Geschichtswerkstatt Europa projects draw on their theoretical understanding of the practice of developing and presenting historical material, as well as their fundamental and critical knowledge of the historical subject and the conflicting ways in which it is remembered.
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So ist es möglich, so genannte Sekundärquellen als Primärquellen zu lesen und zu analysieren, welche Aussagen sie über die Verarbeitung und Vermittlung von Wissen zulassen. Der kritische Umgang mit sowie die sorgfältige Analyse von Dokumenten lässt sich auch auf andere Quellengattungen wie das Internet, Plakate, Inschriften übertragen.
[alias] => quellen-kritisch-lesen [image] => media/methoden/Trabantseminar Studium FA.jpg [title_en] => Reading sources critically [description_en] =>Geschichtswerkstatt Europa examines European remembrance cultures. This often involves so-called secondary history, which is analysed in its pre-processed form. However, reception history is an approach which is already reflected in these testimonies. Therefore, project teams scrutinise the context in which testimonies were created and apply the skills of reading sources critically.
It is therefore possible to read secondary sources as primary sources and to analyse what they reveal about the manipulation and mediation of knowledge. This critical engagement with documents alongside their close analysis can be transferred to other sources such as the internet, posters and inscr
[parentJumpTo] => 0 [parentLink] => View the item details [parentUrl] => expired-project-details/items/brest.html ) [7] => Array ( [id] => 7 [pid] => 4 [sorting] => 640 [tstamp] => 1248196889 [title_de] => Europäischer Vergleich [description_de] =>Im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa wird der systematische Vergleich in Verbindung mit anderen Methoden eingesetzt, weil er das Potenzial zu einer vertiefenden Analyse bietet und über eine rein nationale Sichtweise hinaus weist. Dabei werden am Projektbeginn Parameter festgelegt, nach denen sich zwei Fälle, zwei Orte oder zwei Perspektiven bezüglich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede befragen lassen.
Die potenzielle Gefahr einer Nationalisierung im Vergleich zweier exemplarischer Beispiele wird im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa nicht gänzlich überwunden. Es wird in den einzelnen Projekten aber der Versuch unternommen, kulturelle Transferprozesse zu erkennen, die eine innere Dynamik bzw. Vernetzung zwischen den gewählten Beispielen aufzeigt und dort ihr Verhältnis selbst zum Thema der Untersuchung macht.
[alias] => europaeischer-vergleich [image] => media/methoden/Neumark Exkursion Bruecke Hohenwutzen CaroMekelburg.JPG [title_en] => European comparison [description_en] =>Geschichtswerkstatt Europa uses systematic comparison in conjunction with other methods, because it allows for a deeper analysis which moves beyond a purely national viewpoint. At the start of a project, the parameters are determined for a comparison of the similarities and differences of two cases, geographical locations or perspectives.
The potential danger of nationalisation when comparing two examples is not entirely avoided by Geschichtswerkstatt Europa. However, the individual projects attempt to acknowledge the process of cultural transfer, which reveals the inner dynamic or links between the two chosen examples and shapes their relationship to the theme of the investigation.
[parentJumpTo] => 0 [parentLink] => View the item details [parentUrl] => expired-project-details/items/brest.html ) [9] => Array ( [id] => 9 [pid] => 4 [sorting] => 896 [tstamp] => 1248196975 [title_de] => Transkulturelle Reflexion [description_de] =>Ein zentrales Kennzeichen der Geschichtswerkstatt Europa ist, dass in den Projekten Träger unterschiedlicher Kulturen gemeinsam ein inhaltliches Thema behandeln. Dadurch findet das Projekt von Anfang an in Form eines Dialogs bzw. Trialogs statt, der auch die Grenzen gemeinsamer Diskussionen aufzeigt. Erst im Zuge der Projektarbeit werden inhaltliche Differenzen deutlich, aber auch die kulturelle Prägung, die bedingt, wie und warum die Teilnehmer eigentlich ihr Projekt durchführen.
Oft löst in den interdisziplinären Projekten gerade die Einsicht in unterschiedliche kulturelle und wissenschaftliche Sozialisationen Krisen aus. Diese werden in der Geschichtswerkstatt Europa nicht vermieden, sondern als Kernbestandteil der Projektarbeit thematisiert. Die Chance einer Bewältigung dieser Krisen besteht darin, die Bedeutung von eigenen nationalen Prägungen gegenseitig zu hinterfragen und diese zu relativieren, indem durch die Konfrontation der eigenen Wissenskultur mit anderen Grundannahmen scheinbare Gewissheiten ins Wanken geraten.
[alias] => transkulturelle-reflexion [image] => media/methoden/TadO2008 Schloegel u Garai Gespraech GB.JPG [title_en] => Transcultural reflection [description_en] =>It is fundamental to Geschichtswerkstatt Europa that the projects bring together participants from different cultures to work on one theme. From the outset the projects therefore involve dialogue, which reveals the limitations of collective discussions. It is only in the course of the project work that differences become apparent, as well as cultural conditioning, dependent on how and why the participants carry out their project.
Interdisciplinary projects often trigger different cultural and academic crises of socialisation. These are not ignored by Geschichtswerkstatt Europa, but are instead thematised as an important part of the project work. These crises can be overcome by questioning and qualifying the significance of ones own cultural conditioning, while challenging the certainties of ones own knowledge by confronting it with other fundamental assumptions.
[parentJumpTo] => 0 [parentLink] => View the item details [parentUrl] => expired-project-details/items/brest.html ) ) ) [alias] => Array ( [label] => Alias zur Generierung der URL, international [type] => alias [raw] => brest [value] => brest ) [members] => Array ( [label] => Mitglieder des Projektteams [type] => tags [raw] => 86,85 [value] => Ganzer, Paškovič [ref] => Array ( [0] => Array ( [id] => 86 [tstamp] => 1334756105 [firstname] => Christian [lastname] => Ganzer [dateOfBirth] => [gender] => [company] => [street] => [postal] => [city] => [state] => [country] => [phone] => [mobile] => [fax] => [email] => a@bcd.ef [website] => [language] => [groups] => a:2:{i:0;s:1:"6";i:1;s:1:"1";} [login] => 1 [username] => christianganzer [password] => 202d370dc5097ae89b98d45a0af225f65faa3239:7bd425fb8c0803f8f94c6ec [assignDir] => [homeDir] => [disable] => [start] => [stop] => [loginCount] => 3 [locked] => 1257590968 [session] => a:2:{s:7:"referer";a:2:{s:4:"last";s:33:"/project-details/items/brest.html";s:7:"current";s:41:"/expired-project-details/items/brest.html";}s:15:"captcha_captcha";a:3:{s:3:"sum";i:12;s:3:"key";s:33:"c105e4aecfbacca891c7f246b7211ef56";s:4:"time";i:1264167945;}} [allowEmail] => email_member [publicFields] => a:9:{i:0;s:9:"firstname";i:1;s:8:"lastname";i:2;s:5:"email";i:3;s:6:"avatar";i:4;s:5:"title";i:5;s:14:"description_de";i:6;s:14:"description_en";i:7;s:15:"publications_de";i:8;s:15:"publications_en";} [newsletter] => a:1:{i:0;s:0:"";} [activation] => [title] => [description_de] => Christian Ganzer, M.A., 40 Jahre alt, ist Historiker und Viel-Reisender aus Hamburg. 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Sie analysierten in ihren Projekten, wie sich in Dörfern, Städten und Regionen Erinnerungen an Gewalt, Widerstand, Opposition, Zivilcourage und Solidarität im 20. Jahrhundert überlagern.
Weitere Fragen lauteten: Wie kristallisieren sich diese Erinnerungen in Museen, Denkmälern und an anderen Orten? Wie werden Erinnerungsmuster von Generation zu Generation in unterschiedlichen Kulturen geprägt? Wie verändert sich die Vermittlung von Vergangenheit nach dem Ableben der Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs?
[image] => media/ausschreibungen/schichten-der-erinnerung-key.jpg [title_en] => 2009 Layers of remembrance [description_en] =>In 2009 Geschichtswerkstatt Europa was focussing on ´layers of remembrance´, 28 international teams were analysing the ways in which Europe today remembers its many conflicts. The projects investigated how memories of violence, resistance, opposition, civilian courage and solidarity in the 20th century are layered and overlapped in villages, towns and regions.
Further questions posed were: how are these memories embodied in museums, memorials and other sites? How are patterns of memory shaped and passed down from generation to generation in different cultures? As there are fewer surviving contemporary witnesses of the Second World War, how is the articulation of the past changing?
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Der 22. Juni, der Tag des deutschen Angriffs, markiert den Anfang des „Großen Vaterländischen Krieges“. An diesem Tag treffen sich alljährlich Veteranen und Funktionäre in der Nähe der Festung am Ufer des Bug. Unsere Forschung wird einen Fokus auf diese Zusammenkunft setzen und ebenso die Gedenkorte und die Ausstellung der Heldenfestung untersuchen. Wir werden nicht nur das belarussische historische Narrativ untersuchen, sondern im Sinne eines gesamteuropäischen Zugangs auch deutsche Perspektiven auf das Ereignis. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Darstellung des Kriegsanfangs in Museen und in der Literatur gerichtet.
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The Second World War is still central to contemporary memory and identity in Europe and worldwide. Belarus‘ memory of WWII is scarred by violence, repression and mass murder. However, attitudes to the war still differ in eastern and western Belarus. The defence of the Brest Hero-Fortress in June 1941 was an important event in the narrative of the Soviet Union and remains so for independent Belarus. The Red Army soldiers resisted the German assault longer than anywhere else along the front. This event became a success story in the struggle for an independent Belarus, as well as a symbol of the might of loyal Soviet citizens. June 22nd, the day of the German assault marks the beginning of the „Great Patriotic war”. On this anniversary there is an annual gathering of veterans and officials near the fortress on the banks of the Bug river. Our research will focus on this gathering and its media coverage, as well as the memorials and exhibitions at the Brest Hero-Fortress. We will analyse not only the Belarussian historical narrative, but also German perspectives on the event, with particular focus on the beginning of the war in museums and literature, giving the project a cross-European and interdisciplinary approach.
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An interdisciplinary and cross-national approach
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