28.08.2010 15:07
Öffentliche Abschlussveranstaltung in Dresden
Am 28.Juli fand in der „Blauen Fabrik" in Dresden die öffentliche Abschlussveranstaltung statt, auf der sich ca. 70 BesucherInnen über das Projekt informierten, über Intentionen und Hintergründe, über Ergebnisse, über Erfahrungen, und über Berichte aus der russischen Polarregion.
Besonderes Anliegen des gesamten Projektteams ist es, über die Exkursion nach Vorkuta und die Auseinandersetzung mit Erinnerungskulturen hinaus, die Öffentlichkeit zu konfrontieren mit neuen Sichtweisen und Fragestellungen, die alltäglich nicht auftauchen oder in den Medien vermittelt werden.
Leider konnten die russischen Studierenden, die sich im Projekt engagierten, nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen. Doch durch eine kleine Lesung aus dem gemeinsamen Reisetagebuch konnte man auch Einblick in ihre Gedanken und Gefühle bekommen.
Musikalisch wurden die BesucherInnen abgeholt von der Klezmer-Band „Mohn River", einer Musik, die einerseits viel Leid aufgenommen hat, andererseits aber auch unabhängig Emotionen zu erzeugen vermag. Visuell wurden die BesucherInnen eingeladen, anhand von ausgewählten Fotos noch einmal gemeinsam auf die Exkursion nach Moskau und Vorkuta zu gehen. Im Anschluss referierten die Studierenden anhand des Methodensettings, das dem Projekt zugrunde lag. Dabei gab es folgende Vorträge, die sich abschließend zu Diskussionen und Gesprächen unter allen Anwesenden entwickelten:
Vorkuta zwischen Wohlstand und Verfall - Topografieanalyse
Durch Vorkutas Museen mit offenen Augen gehen - Museumsanalyse
Dem Gedächtnis zuhören - Interviews mit Zeitzeugen
Die positive Resonanz an diesem Abend zeigt das Interesse an einer spezifischen Erinnerungslandschaft an der europäischen Peripherie. Sie zeigt aber auch, dass jungen Menschen zugehört wird und dass es Achtung vor ihren Aktivitäten und Sichtweisen gibt.
Thomas Milde.
27.05.2010 08:25 (2 Kommentare)
Nach unserer 13-tägigen Exkursion vom 8.-20.Mai nach Moskau und Vorkuta, dem Herzstück des Projektes, sind alle TeilnehmerInnen wieder gut nach Orenburg und Dresden zurück gekehrt. Nachdem sich die russische und die deutsche Gruppe vorher zwar intensiv, jedoch aber getrennt voneinander vorbereitet haben, gab es nun endlich ein...