Denkmäler, Friedhöfe und Museen für Sieger, Gefallene und Holocaust-Opfer
Deutschland · Moldova · Rumänien
Nach 1989 wurde es in der Republik Moldau (Moldava) und in Rumänien erstmals möglich, zentrale Ereignisse der neueren Nationalgeschichte, vor allem den Zweiten Weltkrieg mit Hintergründen und Folgen, neu zu deuten, indem man vom sozialistisch bzw. sowjetisch geprägten Geschichtsbild abweichen konnte. Das Projekt widmet sich der Dokumentation und Analyse der unterschiedlichen Erinnerungskulturen über den Zweiten Weltkrieg in den beiden Ländern anhand von Denkmälern, Friedhöfen und Museen. Neben konkreten Gedächtnisorten werden auch Bedeutung und öffentliche Resonanz von Gedenk- und Feiertagen erfasst und kritisch beleuchtet. Dabei sollen zentrale Deutungsmuster der Sieger-Verlierer-, wie auch von Täter-Opfer-Konstellationen aus beiden Ländern herausgearbeitet werden. Auch wird beleuchtet, inwieweit der Holocaust einen nachhaltigen Platz in der Erinnerungspolitik der untersuchten Staaten einnimmt. Wichtige Fragen des Projekts sind: Welche Erinnerungsdebatten finden um den Zweiten Weltkrieg statt? Welche Deutungsunterschiede werden in der Republik Moldau und in Rumänien sichtbar?
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