In diesem Projekt möchten wir biographische Erzählungen von Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg innerhalb der neuen Grenzen Polens geblieben sind, aufzeichnen. Es geht um die Erfassung der Schicksale derer, die aus unterschiedlichen Gründen ‚zu Hause‘ geblieben sind, bleiben konnten, mussten oder wollten. Es sollen insgesamt 20 Interviews aufgezeichnet werden, 15 als Audioaufnahmen, fünf in Form von Videos. Geographisch soll sich das Gebiet auf die ehemaligen preußischen Provinzen Ostpreußen, Westpreußen und Pommern beschränken, in denen es noch heute eine deutsche Minderheit gibt. Durch die Aufzeichnung und Thematisierung dieser weitgehend unbekannten Schicksale möchten wir das dominierende Narrativ von der Vertreibung der Deutschen hinterfragen und dekonstruieren.