Das Projekt möchte die Phänomenologie der Erinnerung in der ukrainischen Bukowina erfassen, mit besonderer Berücksichtigung der Regionalhauptstadt Czernowitz. Dabei werden einzelne Schichten der Erinnerung rekonstruiert, in denen der Kampf um die Integrität und Identität der Religionsgemeinschaften über Zeiten politischen Wandels und des 2. Weltkriegs hinweg eminent ist. Die Teilnehmer des Projekts werden narrative Interviews mit den Einwohnern von Czernowitz führen, Architektur, Stadtraum und benachbarte Ortschaften beschreiben sowie Andenken und Familiengeschichten früherer Bewohner von Czernowitz sammeln und dokumentieren. Diese Familienarchive und Andenken werden im Ergebnis ein mehrdimensionales Erinnerungsbild konstruieren, das im Sinne einer „Topografie der Erinnerungen“ den konkreten Lebensraum von Czernowitz anhand der gesammelten Film- und Fotodokumentation zeigt. Die Ergebnisse werden in einer Broschüre zusammengefasst und in einer Ausstellung in Czernowitz, Lemberg, aber auch in Polen und in Deutschland gezeigt.
Beteiligte Projektpartner:
Das Museum der Geschichte der polnischen Juden, Warschau
Ethnographiewerkstatt Witold Dynowski, Warschau
The Center for Urban History of East Central Europe, Lemberg
Чернівецьке обласне вірменське національно-культурне товариство "Аревік", Chernowitz
Polnischer Pfadfinderverband, Rivne
Within the boundaries of the project „Multi-Cultural Memory and...