
The movie premiere of "Szukając Emila - Looking for Emil" will be shown on 23.06.2012 at 9 pm at Bar Galerie ORI (Friedelstraße 8, Berlin-Neukölln). It is made by the project group В ПОШУКУ ЭМІЛЯ – SZUKAJĄC EMILA - LOOKING FOR EMIL.
FORCED LABOURERS IN THE COUNTY OF STRAUBING-BOGEN,
which was funded by the Geschichtswerkstatt Europa in 2010.
The movie is in Bavarian and Polish and has undertitles in German and English. You can see the trailer on youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=n3oRI7zAksM&feature=plcp.
You can read a short description in German here:
Synopsis „Szukając Emila - Looking for Emil"
Ein Bauernhof im Bayerischen Wald – in dieser verschlafenen Idylle befragt Angelika Laumer ihre Großmutter und deren Schwestern nach dem früheren Zwangsarbeiter Emil. Dieser war während des Zweiten Weltkrieges als Jugendlicher aus Gorlice in Polen verschleppt worden und musste auf dem großelterlichen Bauernhof im bayerischen Rattenberg arbeiten. Durch beharrliches Fragen der Filmemacher_innen weitet sich der Blick auf die vage Erinnerung einer Dorfgemeinschaft: Alte Bäuerinnen, eine Dienstmagd, eine Gastwirtin und Emils Tochter verweisen bei ihren Erzählungen auf immer weitere Anekdoten über in der Gemeinde arbeitende Zwangsarbeiter_innen aus Belgien, Polen, der Sowjetunion und der heutigen Ukraine. Das Verhältnis zwischen Einheimischen und Zwangsarbeiter_innen bewegte sich von Annäherung bis hin zur Denunziation, massiver körperlicher und sexualisierter Gewalt gegen Zwangsarbeiter_innen, dem plötzlichen „Verschwinden“ und Hinrichtungen von Zwangsarbeitern in der Nähe ihrer Einsatzorte.
Emil blieb nach dem Krieg und gründete im Nachbardorf eine Familie. Obwohl in Rattenberg jede_r jede_n kennt, Emil überall bekannt und beliebt war, scheinen seine Erfahrungen als Zwangsarbeiter fast vergessen. Der frühere Zwangsarbeiter Roman dagegen konnte nach einem Jahr Arbeit in einer Gastwirtschaft im Ortsteil Engelsdorf nach Polen zurückkehren. Heute lebt er in Warschau und erinnert sich an die Forstarbeit im Wald und die gewalttätige Willkür des Wirtssohns - und doch würde Roman Engelsdorf gerne noch einmal besuchen.
Durch die Erzählungen über Vergangenes und durch das offensichtliche Schweigen über manche Episoden fügt sich der Film zu einem aktuellen Porträt eines Landstrichs, der religiös, verschwiegen, mitunter komisch und grausam ist. Der Film stellt nicht zuletzt die Frage, wie heute an die in Deutschland einst allgegenwärtige, systematische NS-Zwangsarbeit erinnert werden soll.
Crew: Angelika Laumer, Itamar Lerner, Holger Heissmeyer, Ewa Gołota, Kateryna Iakubenko, Lena Kahle, Mareike Mischke
mit: Christine Dziamba, Hermine Laumer, Guido Scharrer, Maria Schedlbauer, Roman Stożek u.a.